Pressemitteilung vom 28. Februar 1999

"Gott erfahren, um dem anderen zu helfen"

4000 Teilnehmer werden zum Kongreß "Jesus 2000" in Nürnberg erwartet / "Jesus neu begegnen als (s)ein Volk für das Reich Gottes" / 450 Millionen Charismatiker weltweit / Ökumene an der Basis / Jugendkongreß "Vollkorrekt" / Kinderkongreß "Voll ins Herz"

In fast jeder christlichen Kirche gibt es sie: die charismatische Bewegung. Trotz unterschiedlicher kirchlicher Tradition ist den sogenannten "Charismatikern" eines gemein: Sie betonen, daß das Glaubensleben von der Leitung des Heiligen Geistes, des Geistes Jesu Christi, entscheidend geprägt sein muß. Vom 13. - 16. Mai 1999 treffen sich Christen der verschiedenen charismatischen Bewegungen in Deutschland zum Kongreß "Jesus 2000". 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland werden erwartet. Einig sind sie sich in ihrem Bekenntnis zum gemeinsamen Herrn Jesus Christus. So steht das Treffen unter dem Leitwort "Jesus neu begegnen als (s)ein Volk für das Reich Gottes".

"Wir wollen Gotteserfahrung und Engagement miteinander verbinden", betont der evangelische Pfarrer Friedrich Aschoff (Kaufering), Mitglied im Leitungsteam des Kongresses und Vorsitzender der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche in Deutschland (GGE). Nach 30 Jahren charismatischer Bewegung in Deutschland gebe es die Erfahrungen von vielen Christen, wie sie in ihrer Gesellschaft Verantwortung wahrnehmen könnten, um zu helfen.

Der Fokus auf Jesus, die Herausforderung zur Sendung in Kirche und Gesellschaft aus einer gemeinsamen Erfahrung der Rettung und Heilung durch Jesus, seien die "Leitplanken" dieses Kongresses, so Aschoff. "Wir haben Gott erfahren, um dem anderen zu helfen", meint Aschoff. Von Nürnberg solle ein Signal des Aufbruches ausgehen, daß Christen in Deutschland verstärkt Verantwortung wahrnehmen.

Vor diesem Hintergrund erklärt sich die breite Palette von Themen und Workshops auf dem Kongreß in Nürnberg: Das Evangelium den Armen / Gemeindepflanzung und Gemeinschaftsbau / Das politische Gebet / Der biblische Auftrag der Heilung / Zerbrochene sexuelle Identität / Familie 2000. Was kommt auf uns zu? / Neue Köpfe braucht das Land / Berufung zur Einheit / Gottes Berufung sowie zu verschiedenen Themen der Medienarbeit. Von charismatischen Konferenzen erwartet man vor allem Themen wie "Gaben des Geistes" und "Leben im Heiligen Geist" in Nürnberg ist die Themenpalette der 29 Workshops und 11 Plenumsveranstaltungen deutlich breiter angelegt.

Heute ist die charismatische Bewegung ein breiter Strom einer Frömmigkeit, die in fast alle Kirchen der Welt hineinwirkt. Dabei sind die Zahlenverhältnisse in Deutschland eher untypisch: Während es in Deutschland nur kleine Gruppen in den jeweiligen Kirchen sind, die sich dezidiert zur charismatischen Bewegung rechnen, schätzt man die Zahl weltweit auf 450 Millionen, was auch die Pfingstbewegungen einschließt. So geht man zum Beispiel davon aus, daß es weltweit allein 80-100 Millionen Katholiken sind, die sich zur charismatischen Bewegung rechnen.

"Jesus 2000" ist ein Kongreß für Charismatiker jeder Kirche und jeden Alters, betonen die Veranstalter. Neben dem Hauptkongreß gibt es den großen Jugendkongreß unter dem Slogan "Vollkorrekt" und einen eigenen Kinderkongreß für Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren. Der Kongreß schlägt Brücken zwischen Konfessionen, die bis heute keine Abendmahlsgemeinschaft haben. Er zeigt, wie Christen aus der charismatischen Bewegung die Ergänzung des jeweils anderen suchen und achten, eigene Erfahrungen und Erkenntnisse weitergeben und in einem gemeinsamen Forum austauschen.

Mit dem Fokus "Jesus 2000" wollen die verschiedenen Stränge der charismatischen Bewegung in Deutschland einen gemeinsamen Akzent setzen. Trotz kirchlicher Unterschiede, die von der Zugehörigkeit zur römisch-katholischen Kirche über die evangelischen Landeskirchen bis hin zu traditionellen Freikirchen und freien Gemeinden reichen, soll der entscheidende Kern des Glaubens bei dem Kongreß in Nürnberg im Mittelpunkt stehen: Jesus als Herrn erfahren, sich zu ihm zu bekennen und Verantwortung in Gemeinde und Gesellschaft übernehmen - das ist schon jetzt das "Nürnberger Credo". Hier zeige sich ein Miteinander und eine Basis-Ökumene, die von den offiziellen Kirchen und vielen Medien kaum wahrgenommen werde, meint Pfarrer Friedrich Aschoff.


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